Die DoggiVita-Timeline


Die Lebensphasen des Hundes lassen sich in 5+1 Abschnitte unterteilen:

1. Zeugung und Geburt
2. Welpenphase
3. Junghundphase
4. Erwachsener Hund
5. Alter Hund
6. Problem-Phasen-Lösungen


1.

1. Von der Zeugung bis hin zur Geburt


Hündinnen werden in der Regel zwei Mal im Jahr läufig und sind dann fortpflanzungsbereit, Rüden können das ganze Jahr über Weibchen decken und Nachkommen zeugen.
Die Tragzeit oder Trächtigkeit beträgt 60 bis 63 Tage, wobei erst im letzten Drittel eine sichtbare Vergrößerung des Bauchumfangs zu sehen ist. Ungefähr eine Woche vor der Geburt setzt dann die Milchbildung ein.
In der so genannten pränatalen Phase haben verschiedene Faktoren wie die Ernährung der Mutter, Medikamente oder die Aufnahme von Schadstoffen sowie auch Bewegung und Stress Einfluss auf die ungeborenen Welpen.



Im Durchschnitt benötigt eine Hündin für die Geburt der Welpen vier bis acht Stunden. Dabei hängt die Zeit von der Anzahl der Welpen, der Rasse und davon ab, ob es sich um die erste Geburt einer Hündin handelt.
Die Zahl der Welpen pro Wurf ist wiederum vom Alter der Hündin, von der Rasse und der Größe des Tieres abhängig. Generell werfen kleine Hunderassen drei bis vier Welpen, mittelgroße Rassen gebären durchschnittlich fünf bis sechs Tiere pro Wurf, und bei großen Hunderassen kann die Zahl der Welpen bei bis zu neun liegen.
2.

2. Die Welpenphase (16/18 Lebenswoche)



Neonatale Phase = Neugeborenphase vom 1. bis 14 Lebenstag
Die Fähigkeiten des Welpen in dieser Phase: Schlafen, Schreien, Trinken, Gewicht zunehmen und Wärme empfinden, sehr schwach riechen

Weshalb diese eingeschränkten Fähigkeiten wichtig sind: Der Welpe bleibt dicht bei der Mutterhündin und ist damit keinen Gefahren ausgesetzt. Er wird mit allem versorgt was er braucht.

Fähigkeiten die ein Welpe in dieser Phase noch nicht besitzt: Wärme regulieren, Hören, Sehen, Riechen (der Geruchssinn ist bereits schwach entwickelt), selbstständig Urin und Kot ausscheiden

Transitionale Phase = Übergangsphase Zwischen dem 15. Und 21 Lebenstag
Die Fähigkeiten des Welpen in dieser Phase: Ohren, Augen und Geruchssinn beginnen ihre Tätigkeit. Der Kontakt zu den Geschwisterwelpen wird aufgenommen

Die wichtige Prägephase
Die erste bedeutende Prägephase für das Sozialverhalten des jungen Welpen beginnt ungefähr in der sechsten und dauert bis etwa zur sechzehnten oder achtzehnten Lebenswoche.
In dieser Phase werden die Sozialisation und die Habituation des Welpen entscheidend geprägt.
Sozialisation: Das Kennenlernen, die Kontaktaufnahme und der Umgang mit anderen Hunden, anderen Lebewesen, mit fremden Menschen, sowie die Bindung zum Sozialpartner.
Habituation= Das Kennenlernen und die Gewöhnung an die Umwelt, verschiedene Orte, Geräusche und fremde Dinge.
In dieser Zeit saugt der Welpe förmlich alles in sich auf und lernt sozusagen für sein späteres Leben. Er lernt in diesen entscheidenden Wochen, wie er mit Artgenossen, anderen Tieren, Menschen und Kindern umgehen soll. Gerade in dieser Zeit ist es für den Welpen wichtig, mit anderen Hunden zu spielen.

Ein gut organisiertes Welpentreffen mit anderen Hundebesitzern aus der Nachbarschaft oder aus der Hundeschule, ist eine gute Möglichkeit, Ihrem Welpen Gelegenheit zum Toben und Tollen mit anderen Hunden zu bieten.

Damit er viele Ereignisse und Eindrücke sammeln und verarbeiten kann, sollte man ihn auch ganz bewusst zu den verschiedensten Orten und Aktivitäten mitnehmen, um ihn an Menschenansammlungen in der Innenstadt sowie an die Verkehrsgeräusche zu gewöhnen. Auch Autofahrten zu den verschiedensten Orten, wo er die Welt erkunden und erobern kann, werden seinen Horizont erweitern.

Es muss nicht alles auf einmal sein. Sie werden es schnell heraushaben, wann Ihr Welpe für Neues aufnahmebereit ist und wann er sich überfordert fühlt. Wenn es ihm zu viel wird, drückt er es möglicherweise durch ständiges Sitzenbleiben oder Gähnen aus. Doch noch bevor diese Überforderungszeichen auftreten, sollte der so genannte Sozialisierungsspaziergang beendet werden. Für noch sehr junge Welpen reichen oft 5-10 Minuten aus.

Nach Vollendung der 8. Lebenswoche darf ein Welpe in sein neues Zuhause ziehen.

Hinweis: Ab ca. der 9. Wochen suchen Welpen regelmäßig und eigenständig bestimmte „Pipi-Mach-Stellen“ auf.

Diese Fragen werden im Doggivita Forum beantwortet:
Wie finde ich eine gute Welpenspielstunde?
Wie kann ich meinen Welpen gut beschäftigen?
Warum zwicken Welpen in die Finger und wie kann ich es meinen Welpen abgewöhnen? Gibt es den Welpenschutz wirklich?
Diese erste Lebensphase der Welpen erstreckt sich über zwei Wochen, in denen die Tiere über 80 Prozent der Zeit mit Schlafen und Saugen bei der Mutter verbringen. Sie kommen mit geschlossenen Augen und Gehörgängen auf die Welt und sind als so genannte Nesthocker auf die intensive Pflege der Mutter angewiesen. Dazu gehört auch, dass die Tiere ihre Körpertemperatur noch nicht selbst aufrecht erhalten können und den Körperkontakt zu den Wurfgeschwistern und der Mutterhündin benötigen. Zwischen dem 6. und 8. Lebenstag setzt das so genannte Wärmezittern ein, mit dem der Körper des Welpen selbständig Körperwärme durch Muskelzittern erzeugen kann. Wenn die Welpen eines Wurfes vereinzelt und relativ weit voneinander schlafen, ist die Umgebungstemperatur zu warm. Liegen sie dagegen dicht beieinander, ist die Temperatur der Umgebung zu kalt. Typisch für diese neonatale Phase sind auch Pendelbewegungen des Kopfes, mit denen die Welpen die Zitzen der Mutter suchen und Wärmequellen wie etwa ihre Wurfgeschwister oder auch die Mutterhündin ausfindig machen. Ein weiteres Verhalten dieser Phase ist das Kriechen im Kreis, welches bei nicht optimalen Bedingungen auftritt, ebenso wie das Zeigen von Verlassenheitslauten. Diese sorgen dann dafür, dass die Mutterhündin die Welpen instinktiv ins Nest zurückträgt. Generell können die Welpen schon in dieser ersten Phase bereits verschiedene Laute von sich geben, die alle ein instinktives Verhalten der Mutterhündin zur Folge haben. Der Tast- und Geruchssinn sind bereits entwickelt, ebenso das Geschmacksvermögen der jungen Hunde. Sie können dagegen das Absondern von Urin und Kot noch nicht selbstständig durchführen, nur durch Ablecken der Mutter kommt es zu einer Ausscheidung.Die Übergangsphase bzw. transitionale Phase bezieht sich auf die dritte Lebenswoche eines Hundewelpen. Zwischen dem 11. und 15. Tag öffnen sich die Augen und Ohren vollständig, wobei alle Welpen zunächst blaugrau gefärbte Augen besitzen. Die Milchzähne brechen nun durch, die Welpen können ihre Körpertemperatur selbst regulieren und auch zum ersten Mal alleine Kot und Urin ausscheiden. Weiterhin werden in dieser Phase die Bewegungen deutlich gezielter, und die Koordination verbessert sich. Die Welpen nehmen in der Übergangsphase auch zum ersten Mal gezielt Kontakt zu ihren Wurfgeschwistern und der Mutterhündin auf.Die wichtige Prägephase beginnt ungefähr in der sechsten Lebenswoche und endet mit der 16. bis 18. Woche. Sie wird auch als Sozialisierungsphase bezeichnet, und in ihr wird die überwiegende Zahl der sozialen Verhaltensweisen eines Hundes ausgebildet. Bis zum Ende der 8. Lebenswoche ist bereits ein Großteil dieser Verhaltensweise ausgebildet und wird dann noch perfektioniert bzw. reift aus. Die Tiere werden in dieser Zeit deutlich aktiver, und die Schlafphase verkürzen sich merklich. Positiv gelernte Erfahrungen führen in dieser Phase dazu, dass ein Welpe das Gefühl von Sicherheit entwickelt und Kontrolle entwickelt. Auch lernen die Tiere, sich in gewissen Situation anzupassen und sich angemessen zu verhalten. Es ist sehr wichtig, dass Welpen in dieser Phase keine Verlustangst oder bedrohliche Situationen erleben und negative Erfahrungen machen, die sie nicht bewältigen können. Folge dieser Einflüsse können dann nämlich Frustration, Angst und Unsicherheit oder sogar Phobien sein. Auslauf mit zahlreichen motorischen, optischen und taktilen Reizen ist in dieser sensiblen Phase sehr wichtig, ebenso der Kontakt mit vielen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, mit fremden Hunden verschiedener Rassen und mit anderen Tieren wie etwa Pferden oder Katzen und Kaninchen. Die Gewöhnung an Halsband und Leine finden ebenfalls in dieser Phase statt, genauso wie der erste Besuch beim Tierarzt zur Augenuntersuchung. Frühestens mit der 8. Lebenswoche, besser sogar erst ein bis zwei Wochen später dürfen die Welpen dann an ihre Besitzer abgegeben werden.
3.

3. Junghund-Phase


(Juvenile Phase 4.Monat bis zum Eintritt der Geschlechtsreife)

Vom 4. Monat bis zum Eintritt der Geschlechtsreife befindet sich der Junghund in der juvenilen Phase. Die Geschlechtsreife beim Weibchen erkennt man leicht an der ersten Läufigkeit.
Beim Rüden kann man den genauen Zeitpunkt der Geschlechtsreife nicht genau definieren. In Laufe seiner Pubertät fängt er an sein Beinchen beim Pipi-Machen zu heben und zeigt eindeutiges Markierverhalten. Ob er aber bereits bei den ersten Anzeichen auch Zeugungsfähig ist, kann nicht genau bestimmt werden.

Die Milchzähne werden in dieser Zeit ersetzt.
Der Hund kommt in die Pubertät.
Gegen Ende der juvenilen Phase wird erstes Territorialverhalten gezeigt.

Die Reifungsphase
(Von der Geschlechtsreife bis zum Erwachsen werden)
In der Reifungsphase durchlebt der Hund einen körperlichen, emotionalen und sozialen Reifungsprozess bis er schließlich erwachsen ist. Je nach Rasse und Individuum ist dieser Prozess erst mit 1,5 Jahre oder sogar bis hin zu 3,5 Jahren abgeschlossen.

Im Alter von ca. 8 Monaten bis 12 Monaten durchlebt der Junghund eine Phase erhöhter Schreckhaftigkeit und Flegelhaftigkeit. Seine Hormone gehen mit ihm durch, wie man so schön sagt.

Körperliche Reifung: Der Hund erreicht seine ausgewachsene Endgröße. Erst wenn ein Hund ausgewachsen ist und körperlich fit, sollte er an Hundesportarten teilnehmen die die Gelenke und Muskulatur stark beanspruchen wie z.B. Agility.
Soziale Reifung: Er findet seine soziale Position im Hunderudel bzw. im Zusammenleben mit seinen Menschen.

Emotionale Reifung: Er lernt emotionale Ereignisse besser einzuordnen und zu verkraften. Zum Ende der Reifungsphase wird er immer ruhiger und gelassener als noch in der Flegelphase.
Zwischen der 12. bis 16. Lebenswoche bis zum Eintritt der Geschlechtsreife mit durchschnittlich etwa 12 Monaten spricht man von der so genannten Junghundphase. Es handelt sich dabei quasi um die Pubertät des Hundes, in der es zu einem hormonellen Wandel und Umbruch kommt. Es wird auch häufig von der Flegelphase gesprochen, denn die Tiere beginnen ihre Grenzen auszutesten, sind reizbar und es kommt zu zahlreichen Auseinandersetzungen sowohl mit Zwei- als auch mit Vierbeinern. Eine konsequente Erziehung ist in dieser Phase besonders wichtig, denn das ständige Hinterfragen und Überschreiten von Grenzen durch den jungen Hund dient letztendlich dazu, eine Stabilisierung von Rangbeziehungen im Rudel zu erfahren. Erst wenn diese Rangbeziehungen deutlich geklärt werden und bleiben, kommt es zu einer emotionalen Sicherheit und Stabilität des Hundes in allen Beziehungen. In dieser Phase können sich durch mangelnde Erziehung bedingte problematische Verhaltensweisen schnell zu größeren Problemen auswachsen. Die Milchzähne werden nun beim jungen Hund durch die zweiten Zähne ersetzt. Am Ende der Junghundphase kommt es bei Hündinnen zudem zur ersten Läufigkeit, und die Rüden heben zum ersten Mal das Bein. Ebenfalls wird zum ersten Mal das so genannte Territorialverhalten gezeigt, also die Verteidigung des eigenen Reviers.Die Reifungsphase Die Reifungsphase umfasst beim Junghund die Zeit von der ersten Geschlechtsreife bis zum entgülten Erwachsenwerden, was je nach Individuum und Rasse mit 1,5 bis 3,5 Jahren der Fall ist. Man spricht auch von der so genannten Adoleszenzphase, die sich dadurch auszeichnet, dass der Hund in seinem Verhalten und Charakter weitgehend ausgereift und körperlich erwachsen ist. Dennoch bleiben Neugier und Lernbegierigkeit in dieser Phase erhalten, so dass auch körperliche und geistige Anforderungen an das Tier immer noch gesteigert werden können. Das Jagdverhalten wird in dieser Phase weiter ausgebaut. Gleichzeitig sind die Tiere nun deutlich ruhiger und gelassener als noch in der Junghundphase.
4.

4. Adulter (erwachsener) Hund


Ein erwachsener Hund ist zwar wesentlich ruhiger als noch in seiner Junghundezeit, doch je nach individuellem Aktivitätsniveau will auch ein adulter Hund ausreichend bewegt und beschäftigt werden.
Ein gesunder erwachsener Hund lernt gerne und ist aufgeschlossen für neue Dinge und Orte, die er gemeinsam mit seinen Menschen entdecken möchte.
Zwar wird ein Hund im Welpenalter entschieden für seine Zukunft geprägt, doch grundsätzlich können Verhaltensänderungen und –anpassungen sein ganzes Leben stattfinden.
5.

5. Alter Hund


Wann genau ein Hund alt wird kann man nicht pauschal sagen.
Meist zeigen Hunde großer Rassen früher Alterserscheinungen als Hunde kleiner Rassen. Oft ist dies schon im Alter von 9 Jahren der Fall.
Ein Sprichwort lautet: „Ab den 10. Hundelebensjahr ist jedes weitere Jahr ein Geschenk.“

Doch auch Hunde großer Rassen können durchaus bis zu 14 Jahren alt werden.16-18 Jahre alte Hunde gibt es auch, sind aber doch eher selten.
Auch ein alter Hund, möchte beschäftig und geistig ausgelastet werden.
Natürlich geht im Alter alles ein bisschen gemächlicher als noch im Junghundealter, doch das muss nicht heißen, dass ein alter Hund ein langweiliges Leben führen muss.
Anstatt Rennspiele wählt man nun Fährtensuchspiele, und anstatt einen Stundenlangen Fußmarsch nimmt man kürze Gassigehwege. Gehen Sie auch mit ihrem alten Hund immer mal wieder neue Gassi-Wege, damit es für ihn spannend und interessant bleibt.

Es ist wichtig immer einen genauen Blick auf den Gesundheitszustand des Hundes zu haben. Tapfere ältere Semester lassen sich Schmerzen oft nicht anmerken! In diesem Fall ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund gut kennen und beobachten, so dass Sie bei Krankheitsanzeichen schnell einen Arzt aufsuchen können.

Mit der richtigen Behandlung können auch ältere Hunde mit Gelenk- Rücken, oder Verdauungsproblemen oft einen glücklichen und ausgefüllten Lebensabend verbringen.

Das Alter Der Alterungsprozess setzt bei Hunden je nach Rasse und Größe in unterschiedlichem Alter ein, durschnittlich etwa mit 8 Jahren. Kleiner und leichte Rassen werden dabei in der Regel älter als große und schwere Hunde. Alte Hunde werden insgesamt ruhiger und gelassener, sie schlafen deutlich mehr. Auch bilden sich wie beim Menschen graue Haare, weil die pigmentbildenden Zellen weniger effektiv arbeiten. Die Muskelmasse der Tiere nimmt ab und es kommt zu einer stärkeren Einlagerung von Fett. Auch die Sinne wie der Geruchssinn, der Geschmackssinn, das Sehvermögen und das Gehör arbeiten nicht mehr so gut und die Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. Alte Hunde brauchen insgesamt mehr Zeit, sich an neue Situationen und Eindrücke zu gewöhnen. Dennoch gilt auch bei Hunden das Motto "wer rastet der rostet", so dass Bewegung und intelektuelle Anforderungen weiterhin sehr wichtig bleiben.
6.

6. Erziehungsprobleme erfolgreich lösen


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